Online-Fachforen | Dienstag, 23. Juni 2026

Runde 2: 10:00–11:00 Uhr 

Online-Fachforum 8

Viele Pädagoginnen und Pädagogen sowie Schülerinnen und Schüler erleben den Übergang vom Unterricht zum Mittagessen sowie vom Mittagessen in die Nachmittagsbetreuung als herausfordernde Phase: voll, laut, hektisch und unstrukturiert. Gleichzeitig steckt genau in dieser Zeit ein enormes Potenzial für soziales Miteinander und alltagsnahe Bildung. In unserem Online-Fachforum geben wir Einblicke in ein Good Practice Beispiel aus dem Netzwerk der Sarah Wiener Stiftung und diskutieren mit den Teilnehmenden, wie diese Übergänge gut gestaltet werden können.

Der Workshop startet mit einem Praxisimpuls aus der Stadt Freiburg im Breisgau. Dort wird die Essenszeit bewusst als pädagogischer Raum genutzt – mit z. B. klaren Ritualen, Beteiligung der Kinder und einer engen Zusammenarbeit zwischen Schule, Offene Ganztagsschule und Kommune.

Anschließend wechseln wir in Breakout-Sessions in Kleingruppen, in denen wir gemeinsam die folgenden vier Themenbereiche diskutieren:

  • Übergang vom Unterricht ins Mittagessen
  • Gestaltung des Speiseraums und der Tische
  • Gestaltung der Essenssituation am Tisch
  • Übergang vom Mittagessen in die Nachmittagsbetreuung

Die Ergebnisse werden in einem digitalen Board gesammelt und stehen Ihnen im Anschluss zur Verfügung. Der Workshop richtet sich insbesondere an pädagogische Fach- und Lehrkräfte aus dem Ganztag, die die Mittagszeit neu denken und pädagogisch stärken wollen.

Referierende
Kerstin Siebenmorgen
Stadt Freiburg im Breisgau

Bettina Friedli
Sarah Wiener Stiftung

Online-Fachforum 9

Das Fachforum dient dazu, Übergänge mit dem Blick auf den dänischen Ganztag weiterzudenken. Insbesondere die Gestaltung von Mikro- und Makrotransitionen im dänischen System der ganztägigen Bildung und Betreuung wird in den Fokus genommen.

Unser Nachbarstaat hat bereits ein flächendeckendes Ganztagsangebot für alle Kinder etabliert. Dieses legt konzeptionell viel Wert auf selbstbestimmtes Lernen, Gleichberechtigung und Inklusion. Der schulische Ganztag wird als ganzheitlicher Lebens- und Lernort verstanden, in dem alltägliche Übergänge, beispielsweise von Lern- und Spielphasen, aber auch Übergänge von einem (Teil-)System in das andere (Kita in Schule, Schule in Ausbildung) gestaltet werden.

In dem gemeinsam gestalteten Fachforum des Bundesverbandes Caritas Kinder- und Jugendhilfe und des Verbandes Katholischer Tageseinrichtungen für Kinder - Bundesverband sowie der Königlich Dänischen Botschaft steht ein offener Erfahrungsaustausch im Mittelpunkt. Ein Blick über den „Länderrand“ hinaus, kann die eigene Perspektive erweitern, den Austausch bereichern und neue Wege aufzeigen, wie der bundesweite Rechtsanspruch auf ganztägige Bildung und Betreuung ab dem 1. August 2026 ausgestaltet werden kann.

Referierende
Chris Bendix
Bundesverband Caritas Kinder- und Jugendhilfe e. V.

Lydia Meßmer-Hauser
Verband katholischer Tageseinrichtungen für Kinder – Bundesverband e. V.

Stephan Kleinschmidt
Ehemaliger stellvertretender Bürgermeister von Sønderborg und ehemaliger Stadtrat und Dezernent für Bildung der Stadt Flensburg

Annette Bekker
Beraterin für Digitalisierung und Entwicklung in der Abteilung für Kinder- und Jugendarbeit der Stadtverwaltung Esbjerg

Online-Fachforum 10

In diesem interaktiven Fachforum wird anhand bewährter Beispiele und Methoden aus der Schulpraxis gezeigt, wie schulinterner Wissenstransfer die Handlungssicherheit aller Akteur:innen erhöht und gleichzeitig zur Entlastung beiträgt.

Formate eines zielgerichteten Wissensmanagements leisten so einen wichtigen Beitrag zur Teamentwicklung, kollegialen Professionalisierung und Qualifizierung. Mit Praxisbeispielen inspiriert und ermutigt der Impuls dazu, erste Schritte in Richtung einer Kultur des Teilens zu gehen und neue Teamstrukturen zu schaffen. Dazu werden den Teilnehmenden Argumente an die Hand gegeben, den nachhaltigen Wissenstransfer an der Ganztagsschule als kontinuierliche Schulentwicklungsaufgabe wertzuschätzen. Diese guten Gründe zahlen nicht nur auf den Umgang mit stetig neuen technologischen Entwicklungen ein. Auch alltagspraktische Herausforderungen wie das Onboarding neuer Kolleg:innen, die Weitergabe von Wissen aus externen Qualifikationen oder die Partizipation von Schüler:innen und Eltern können wertvolle Ressourcen schonen und die Arbeitszufriedenheit erhöhen.

Im Programm bildung.digital der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung haben wir in den letzten drei Jahren mehr als 60 Schulen in der Entwicklung nachhaltiger Wissenstransferstrukturen begleitet. Eine multimediale Handreichung mit Audio- und Videobeiträgen zum Thema Wissenstransfer in der Schulgemeinschaft sowie eine wissenschaftsbasierte Expertise zum Thema „(lebenslanges) Lernen im Kontext digitaler Transformation“ mit einem Beispiel aus dem Ganztag werden als Begleitmaterial zur Verfügung gestellt.

Referierende
Anna Busse
Deutsche Kinder- und Jugendstiftung GmbH

Katja Zöller
Deutsche Kinder- und Jugendstiftung GmbH

Online-Fachforum 11

Mit dem Ganztagsausbau im Zuge des Rechtsanspruchs verschiebt sich ein großer Teil der kindlichen Lebenszeit in die Schule und verringert die Freizeit für Sport und Bewegung, bietet aber die einzigartige Chance, Schulen zu Bewegungsorten zu gestalten.

Das Konzept Bewegungsband über den GANZen TAG zeigt wie Übergänge – vom Schulweg über den Unterricht bis in den Sportverein – mit und durch Bewegung multiprofessionell gestaltet und umgesetzt werden können. Somit trägt die Rhythmisierung durch Bewegung zur Entwicklung aller Kinder – unabhängig ihrer Herkunft – hin zu aktiven Gesellschaftsmitgliedern bei.

Dieses Fachforum stellt ein bundesweit an Ganztagsgrundschulen entwickeltes und praxiserprobtes Modellprojekt – SPORT VERNETZT Ganztagsgrundschule – vor und fragt:

  • Wie wird Bewegung „vom Anhängsel zum struktureller Qualitätsanker“ im Ganztag?
  • Welche neuen Rollen braucht es, damit Übergänge im Tageslauf und in den Sozialraum gelingen?
  • Wie werden Übergange in Sportvereine und andere Bewegungsorte des Quartiers geebnet?
  • Wie fördern wir Chancen- und Bildungsgerechtigkeit durch Bewegung?

Das Fachforum verbindet wissenschaftliche Evidenz, langjährige Praxiserfahrung und multiprofessionelle Perspektiven (Schule, Jugendhilfe, Sportvereine). In interaktiven Kleingruppenarbeit entwickeln Teilnehmende konkrete Lösungen für ihre Kontexte. Das Fachforum endet mit einem übertragbaren Konzept und Handlungsempfehlungen für die Umsetzung.

Nach dem Fachforum können Teilnehmende:

  • Das Bewegungsband als Konzept verstehen und in der eigenen Praxis skizzieren.
  • Ansätze zur Institutionalisierung des Bewegungsbandes im eigenen Kontext entwickeln.
  • Übergänge zwischen Schule, Hort, Verein strategisch planen.
  • Chancen- und Bildungsgerechtigkeit durch strukturierte Bewegungsangebote fördern.

Multiprofessionelle Netzwerke (z. B. Schule, Jugendhilfe, Verein, Kommune) im Sozialraum bewegungsorientiert aufbauen.

Referierende
Philipp Hickethier
ALBASPROSS gGmbH

Stefan Schröder
Leuphana Universität Lüneburg

Online-Fachforum 12

Das Essverhalten von Kindern wird durch vielfältige Faktoren geprägt. Eine gesundheitsfördernde Ernährung gelingt besonders dann, wenn die Rahmenbedingungen in den jeweiligen Lebenswelten – Kita und Schule – gezielt darauf ausgerichtet sind.

Auf diese Aspekte werden wir zu Beginn des Fachforums in einem Impulsvortrag eingehen und beleuchten, unter welchen Voraussetzungen die Verpflegungssituation in den Einrichtungen gut gestaltet werden kann und welche Voraussetzungen es braucht, damit Kinder die besten Chancen haben, um sich von klein auf gesundheitsfördernd zu ernähren.

Dabei gehen wir auch auf die Umsetzung der Deutsche Gesellschaft für Ernährung-Qualitätsstandards für die Verpflegung in Kitas und Schulen ein. Anschließend möchten wir mit den Teilnehmenden darüber ins Gespräch kommen, wie insbesondere die Übergänge vom Elementar- in den Primarbereich für die Kinder optimal gestaltet werden können, damit diese sich rund um das Thema Essen und Trinken gut begleitet und sicher fühlen. Denn das ist u. a. wichtig für eine gute Akzeptanz des Verpflegungsangebots durch die Kinder.

Zur Unterstützung erhalten alle Teilnehmenden eine umfassende Handreichung, die die Rahmenbedingungen der jeweils anderen Lebenswelt transparent macht und Impulse für eine gelingende Zusammenarbeit bietet.

Referierende
Tanja Bolm
Vernetzungsstelle Kitaverpflegung Niedersachsen

Annette Schrader
Vernetzungsstelle Kitaverpflegung Niedersachsen

Dr. Katharina Kompe
Vernetzungsstelle Kitaverpflegung Niedersachsen

Vanessa Rodehorst
Vernetzungsstelle Kitaverpflegung Niedersachsen

Online-Fachforum 13

Ganztag wird häufig primär als schulische Aufgabe verstanden, obwohl viele Bildungsorte außerhalb der Schule liegen. Die Lebenswelt von Kindern ist dabei durch permanente Übergänge geprägt: zwischen Unterricht und Freizeit, zwischen Schule, Familie und Sozialraum sowie zwischen formalen, non-formalen und informellen Bildungsbereichen. Diese Übergänge sind alltäglich und können verbinden oder zu Abbruchkanten werden.

In diesen Übergängen wirken häufig zivilgesellschaftliche Akteure durch offene, freiwillige und alltagsnahe Bildungsorte. Ein verbindendes Element können hierbei Bewegungs-, Spiel- und Sportaktivitäten im Ganztag sein. Sie sind sowohl Lerngegenstand als auch Medium der Bildungs-, Entwicklungs- und Gesundheitsförderung. Zugleich schaffen sie Orte für Begegnung, informelles Lernen und Verantwortungsübernahme und bauen Brücken zwischen unterschiedlichen Bildungs- und Lebensbereichen.

Dem Ganztag kommt dabei eine zentrale Rolle als Knotenpunkt zwischen verschiedenen Settings zu. Bewegungs- und Sportangebote können Übergänge zwischen formalen, non-formalen und informellen Bildungsbereichen erfahrbar machen. Diese Brücken sind jedoch keine organisatorischen Randzonen, sondern fragile Verbindungen, die einer bewussten Gestaltung bedürfen. Eine qualitative Ganztagsentwicklung kann daher von einer Kooperationsarchitektur profitieren, die Übergänge über Institutionen hinweg gestaltet – im Sinne einer sozialräumlichen Bildungslandschaft. Das Fachforum greift diese Perspektiven auf und diskutiert, wie Schnittstellen von Bewegung, Spiel und Sport im Ganztag zu identifizieren sind und zielgerichtet in der Gestaltung des Ganztags nutzbar gemacht werden können.

Referierende
Julia Klausing
Regionale Entwicklungsagentur Hessen, involas

Dr. Corinna Mühlig
Regionale Entwicklungsagentur Hessen, involas

Ute Barthel
Deutsche Sportjugend im Deutschen Olympischen Sportbund e. V.

Julian Lagemann
Deutsche Sportjugend im Deutschen Olympischen Sportbund e. V.

Prof. Dr. Nils Neuber
Universität Münster

Dr. Harald Seehausen
SG Bornheim 1945 e. V. Grün-Weiss

Online-Fachforum 14

Pädagoginnen und Pädagogen sowie Lernende in der Ganztagsschule erleben digitale Schnittstellen – etwa zwischen Unterricht und außerunterrichtlichen Angeboten, zwischen verschiedenen pädagogischen Professionen oder zwischen Verwaltung und Praxis – als komplex und herausfordernd. Gleichzeitig bergen gerade diese digital geprägten Übergänge ein großes Potenzial für transparente Kommunikation, bessere Zusammenarbeit und eine nachhaltige Organisationsentwicklung.

In unserem Fachforum geben wir Einblicke in das Forschungs- und Entwicklungsprojekt TOBIS und diskutieren mit den Teilnehmenden, wie digital gestaltete Übergänge im Ganztag transprofessionell (d. h. aus der Perspektive verschiedener Professionen und handlungsübergreifend) realisiert werden können.

Der Workshop startet mit einem Impuls aus dem Projekt TOBIS: Dabei wird aufgezeigt, wie Schulträger als vermittelnde Instanzen zwischen Verwaltung, Schule, Wissenschaft, Politik und IT-Dienstleistern gestärkt werden können und wie digitale Kommunikations- und Kooperationsformen Übergänge im Ganztag neu strukturieren. Anschließend wechseln wir in interaktive Breakout-Sessions, in denen wir anhand einer praxisnahen Fallvignette die folgenden Kernfragen diskutieren:

  • Welche digitalen Kommunikationsformen unterstützen Übergänge im Ganztag?
  • Wo entstehen neue Reibungen oder Unklarheiten durch digitale Prozesse?
  • Welche Absprachen oder Strukturen helfen transprofessionellen Teams?
  • Wie lassen sich digitale Werkzeuge – einschließlich OEP und OER – unterstützend, inklusiv und partizipativ einsetzen?

Die Ergebnisse werden parallel auf einem digitalen Whiteboard gesammelt und stehen Ihnen direkt im Anschluss zur Verfügung.

Referierende
Prof. Dr. Christin Tellisch
Hochschule für Soziale Arbeit und Pädagogik

Prof. Dr. Annekatrin Bock
Universität Vechta

Alexander C. Lang
Hochschule für Soziale Arbeit und Pädagogik

Franca Wellnitz
Kristall Grundschule, Berlin